Einige Jahre nach seiner Geburt in Grenoble begann die Französische Revolution. Er lernte schon als Kind, dass man nicht sagen durfte, was man dachte und was doch die Wahrheit war.

Er war sieben, als die Mutter starb, die er sehr geliebt hatte. Vater und Tante erzogen nun die Kinder. Er wurde aufsässig und viel gescholten. Am liebsten hielt er sich im Zimmer der Mutter auf, wo er sich mit ihr verbunden fühlte und ungestört schreiben konnte. Vermutlich entstammen aus dieser Zeit die Ursachen zu seinen Verschleierungstaktiken. Er benutzte später ungefähr 400 Pseudonyme.

Einen Tag nach Bonapartes Staatsstreich kam er, kaum 17-jährig, nach Paris.

Seine Verwandten erwarteten von ihm, dass er sich an der École Polytechnique einschreiben würde, um Ingenieur zu werden oder den höheren Staatsdienst anzustreben.

In der Familie seines Vetters kam er sich als Sklave vor. Er musste in dessen Büro als Sekretär arbeiten. Als der Vetter zum Generalinspekteur der napoleonischen Armee ernannt und zur Rückeroberung Oberitaliens abkommandiert wurde, durfte er ihn nach Mailand als Zivilangestellter der Besatzungsmacht begleiten.

Da seine Familie mütterlicherseits aus Italien stammte, fühlte er sich zu dem Land hingezogen. In Mailand genoss er ungeahnte Freiheiten. In den Logen der Scala hielt er lose Reden über Kaiser Napoleon und über die habsburgischen Feinde, sodass er Probleme durch die Polizei befürchtete, denn die Stadt war von den Österreichern besetzt. Es schien ihm ratsam, ein teutonisches Pseudonym zu gebrauchen.

In dieser Zeit stieß er auf Die Leiden des jungen Werthers, die ihn sehr beschäftigten. Die Literatur jenseits des Rheins hatte er bis dahin für eine kulturelle Wüste gehalten. Allerdings hatte er von Klopstock und Lessing gehört. Später war er auch von Schiller beeindruckt.