DIE ZEIT: Herr Kofler, Sie zoffen sich seit Monaten mit ARD und ZDF. Langsam sieht es so aus, als würde Ihnen das Spaß machen.

GEORG KOFLER: Ich bin eigentlich ein harmoniebedürftiger Mensch. Was Sie als Zoff bezeichnen, ist reine Notwehr gegen eine ständig wachsende Übermacht – vor allem der ARD. Die Intendanten nutzen die wirtschaftliche Krise des Privatfernsehens gnadenlos aus, um wichtige Programme, vor allem Sport, vom Markt wegzukaufen.

ZEIT: So schlimm kann es um Sie aber noch nicht stehen. Vor kurzem ist die Premiere-Sendung Alle Spiele, alle Tore mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden.

KOFLER: Ja, es gibt wirklich nichts Besseres.

Auf dem Bildschirm ist die Konferenzschaltung vom letzten Spieltag der vergangenen Fußballsaison zu sehen.