Die Pferde gehen auf die Straße. Aufgezäumt und rausgeputzt vom Kopf bis zum Schweif. Am Namenstag des heiligen Leonhard, dem 6. November, ist das so Tradition. Leonhard, einer der 14 Nothelfer der katholischen Kirche, ist fürbittenmäßig zuständig für schwangere Frauen, Geisteskranke, Gefangene und das liebe Vieh, besonders die Rösser. Ihrem Patron zu Ehren, der ob seiner früheren Bedeutung auch der Bauernherrgott genannt wurde, ziehen die Gäule Anfang November beim Leonhardiritt vor allem durch die Dörfer des bayerischen Oberlandes. Durch Schliersee oder Peißenberg, Benediktbeuern, Kreuth oder Murnau. 20000 Zuschauer werden allein in Bad Tölz die auch Leonhardifahrt genannte Prozession bewundern. Schon in aller Herrgottsfrüh sammeln sich Rosse und Reiter, um ab neun Uhr über die Marktstraße hinauf zur Leonhardikapelle auf dem Kalvarienberg zu wallfahrten. Hoch zu Pferd nur die Herren, die Damen müssen auf den mit Blumen und Girlanden geschmückten vierspännig gezogenen Wagen Platz nehmen. In schönster Trachtentfaltung. Denn das traditionelle Gewand gehört zum Ritt genauso wie der Segen des Pfarrers. Und wie zum guten Schluss der Gang in die Wirtschaft. put

6. November, 9 Uhr, Bad Tölz. Auskunft: Tel. 08041/78670, www.bad-toelz.de , über weitere Termine zwischen dem 26. Oktober und 9.November in Oberbayern: Tel. 089/8292180, www.oberbayern-tourismus.de oder www.bayern.by