Der Nahe Osten, die explosivste Krisenregion der Welt, rückt nach dem Irak-Krieg wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. In der Reihe Fischer Kompakt hat der Innsbrucker Zeithistoriker Rolf Steiniger einen Band herausgebracht, der sich hervorragend als Einführung in das schwierige Thema eignet: Der Nahostkonflikt (Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M. 2003 - 128 S., 8,90 e). Wer die Hintergründe des Konflikts verstehen will, dem bietet die jetzt in einer völlig überarbeiteten 5. Auflage erschienene Darstellung von Dietmar Herz eine ausgezeichnete Grundlage: Palästina (Gaza und Westbank. Geschichte, Politik, Kultur - C. H. Beck, München 2003 - 252 S., 11,90 e). Empfehlenswert, nicht zuletzt wegen seines Dokumentenanhangs, ist auch der Überblick von Elmar Krautkrämer: Krieg ohne Ende? (Israel und die Palästinenser - Geschichte eines Konflikts - Primus Verlag, Darmstadt 2003 - 192 S., 19,90 e). Nicht nur nach den Ursprüngen des Konflikts, sondern auch danach, wie er beendet werden könne, fragt Bernard Wasserstein, Historiker an der Universität Glasgow, in seinem Essay Israel und Palästina (Warum kämpfen sie und wie können sie aufhören? - C. H. Beck, München 2003 - 172 S., 9,90 e).

Weit in die Geschichte zurück geht der in der Reihe rowohlts enzyklopädie von Alexandra Pontzen und Axel Stähler herausgegebene Band: Das gelobte Land (Erez Isarel von der Antike bis zur Gegenwart. Quellen und Darstellungen - Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2003 - 383 S., 14,90 e). Wie deutsche Reisende im 19. Jahrhundert das Heilige Land wahrnahmen, hat der israelische Geograf Haim Gorem erforscht: "Zieht hin und erforscht das Land" (Die deutsche Palästinaforschung im 19. Jahrhundert - Wallstein, Göttingen 2003 - 432 S., 44,- e). Die zentrale Rolle, welche die Erinnerung an den Holocaust in der politischen Kultur Israels spielt, beleuchtet Idih Zertal: Nation und Tod (Der Holocaust in der israelischen Öffentlichkeit - Wallstein, Göttingen 2003 - 363 S., 32,- e).