DIE ZEIT: Sie studieren an der Stuttgarter Hochschule der Medien und haben zusammen mit Ihrem Kommilitonen Markus Matschke den ersten Platz beim "Good-Film-Food"-Wettbewerb gemacht. Alle Filme, die dort eingereicht werden, müssen von ökologischem Anbau in der Landwirtschaft handeln. Was für eine Trophäe gab es, die Goldene Mohrrübe?

Sven Falge: Wir haben die Goldene Filmdose und ein Preisgeld in Höhe von 10000 Euro bekommen. Und unser Kurzfilm Der feine Unterschied wird jetzt bundesweit in über 80 Kinos gezeigt.

ZEIT: Können Ökofilme spannend sein?

Falge: Natürlich. Bekannte von uns meinten, dass wir bei so einem Film bestimmt nur Rüben und Kartoffeln filmen würden. Aber wir haben den elfminütigen Film unterhaltsam angelegt, um vom langweiligen Öko-Image loszukommen.

ZEIT: Wovon handelt der Film?

Falge: Ein kleiner Junge geht mit seiner Mutter einkaufen. Beim Kontakt mit den Produkten gelangt er an ihren Entstehungsort. Er sieht zum Beispiel, wie frei laufende Hühner und wie Hühner in Legebatterien leben. Deshalb versucht er seine Mutter zu überreden, ökologische Produkte zu kaufen.

ZEIT: Was war bei der Filmarbeit besonders aufwändig?