1. Die Regierung will die Rentenerhöhung im kommenden Jahr aussetzen, außerdem sollen die Rentner künftig den vollen statt halben Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen. Sinken damit die verfügbaren Einkommen der Rentner auf jeden Fall, oder kann der Bundesrat das noch verhindern?

Fast alle kurzfristigen Sparmaßnahmen kann die Bundesregierung im Alleingang beschließen. Es gibt nur eine Ausnahme: den Plan, Neurentnern ihre erste Rente künftig am Monatsende statt am -anfang auszuzahlen. Falls die Union dieses Vorhaben stoppt, fehlen 750 Millionen Euro im Sparkonzept. Der Beitrag müsste um 0,1 Prozent steigen. Er würde dann bei 19,6 statt 19,5 Prozent des Bruttogehalts liegen.

2. Geht der Rentenversicherung demnächst das Geld aus, wenn die Bundesregierung die Rücklagen der Versicherer ("Schwankungsreserve") verringert?

Keine Rente wird später oder gar nicht gezahlt, weil die Schwankungsreserve sinkt. Die Rentenversicherung kann nicht zahlungsunfähig werden. Bei Engpässen muss der Finanzminister einspringen. Die Rentenversicherung muss das Darlehen allerdings im Folgejahr zurückzahlen.

3. Ist es also völlig gleichgültig, ob die Rentenversicherer eigene Rücklagen haben ?