Bei aller Begeisterung der Presse über den Medienfürsten Wojtyla mögen die Herren Redakteure doch bitte nicht vergessen, dass seine Auffassung von Sexualität und Liebe der eines vorderasiatischen Schafhirten gleicht.

Nicht nur Tiere, auch wir Menschen erleben die starke Bindungskraft, die uns aus Zärtlichkeit erwächst.

Für den Papst hingegen ist Sexualität auf Vervielfältigung auszurichten: Der ugandische Tutsi mit mehr als zwei Kindern erschlägt seinen Nachbarn, damit seine Kinder ausreichend Ackerland haben. Und die honduranische Mutter von fünf Söhnen weist diesen zum Hausbau die Flussaue zu, damit die lebensnotwendige Gartenfläche nicht vermindert wird: Im Sturzregen des nächsten Hurrikan ertrinken ihre Kinder. Und die Philippina schickt ihre vier Töchter auf den Touristenstrich, damit die Enkel überleben können.

Erkennen Sie in der ewigen, zementierten Papstpropaganda noch den Homo sapiens?

Dr. Hans-Hinrich Witt Frielendorf