Na bitte: Das war ein Wochenbeginn ganz im Stil der wilden neunziger Jahre. Erst kündigten die Bank of America und FleetBoston Financial eine 47-Milliarden-Dollar-Fusion an, dann wollen Anthem und WellPoint Health für 16,4 Milliarden Dollar zum größten US-Krankenversicherer fusionieren. Dazu verleibt sich der Gesundheitsdienstleister United Health seinen Branchenkollegen Mid Atlantic Medical Services ein, der US-Arm der Zigarettenfirma British American Tobacco geht mit RJ Reynolds zusammen.

Eine Rückkehr der merger mania? "Etliche US-Banken müssen jetzt nachziehen und ihrerseits über Fusionen nachdenken", kommentierten zur Wochenmitte etliche Bankenanalysten, die Kurse möglicher Übernahmeopfer zogen an. Doch offenbar erinnern sich die Börsianer auch noch an ein paar andere Lehren aus dem Fusionsfieber. Die potenziellen Einkäufer neuer Banken - Citigroup, Bank One - mussten nämlich tendenziell Kursverluste hinnehmen. Ob sich Fusionen für die Käufer lohnen, ist immer noch sehr umstritten.