[Abstract] Für den Wirtschaftshistoriker John Komlos von der Universität München ist die durchschnittliche Körpergröße ein wichtiger Indikator für das Wohlergehen einer Gesellschaft. Bislang wurde der Wohlstand einer Gesellschaft anhand von ökonomischen Faktoren gemessen. Komlos Untersuchung basiert auf Daten aus Musterungslisten des Militärs und Karteien von Frauengefängnissen. Dabei hat er festgestellt, dass die Bevölkerung in guten Zeiten wächst und in schlechten Zeiten wieder schrumpft. Die Endgröße eines Menschen hängt von den Lebensumständen in seinen ersten zwanzig Jahren ab. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wuchs der deutsche Durchschnittsmann um 18 Zentimeter. Am größten sind heute die Niederländer, die Amerikaner hingegen beginnen zu schrumpfen.[Zum Artikel]