Blubber im Speicherring.

Reden Physiker von der Schöpfung, denken sie infernalisch: 16 Millionen Grad heiß und 30 Mal so dicht wie das Innere von Atomkernen war das Quark-Gluon-Plasma, aus dem sich unsere Welt nur Sekundenbruchteile nach dem Urknall gebildet haben soll. Schon vor drei Jahren gab es Hinweise, dass sich der heiße "Blubber" von damals bei Experimenten in Teilchenbeschleunigern bilden könnte. Jetzt haben Physiker der Universität Heidelberg einen neuen Hinweis auf die kosmische Ursuppe gefunden. Beim Frontal-Crash zweier Strahlen aus Goldatomen mit annähernd Lichtgeschwindigkeit, schreiben die Forscher in den Physical Review Letters B (Bd. 569, S. 67), seien 14 Prozent der Goldatome in einen speziellen Zustand übergegangen - der wiederum Voraussetzung für die "Blubber"-Bildung im Speicherring ist. Damit hat zwar noch immer niemand die Supermaterie gesehen. Aber die Indizienkette, dass es sie gibt, ist länger geworden.

Weiblich, krank, diskriminiert.

Der niedrige soziale Status der Frau in vielen Ländern Lateinamerikas beeinträchtigt ihren Zugang zu den Gesundheitssystemen. Nachzulesen ist dies in einer Studie der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), die Unterschiede in der medizinischen Versorgung zwischen den Geschlechtern in 48 Ländern beleuchtet hat (www.paho.org/genderandhealth). Im Vergleich zu den Männern lassen sich die Staaten die Gesundheit der Frauen ein Viertel weniger kosten. Und das, obwohl Frauen durch Schwangerschaften und Geburten einen höheren Bedarf an medizinischer Betreuung haben.

Nano rockt, Kosmos brummt.

Von solchen Sounds konnte Jimmy Hendrix nur träumen: Was Forscher der Cornell University der kleinsten Gitarre der Welt entlockt haben, sind die wohl höchsten Töne der Welt. Das Instrument ist nur 10 Millionstel Meter groß - Körper und Saiten bestehen aus Silizium. Allerdings können die Nanomusiker nicht mit einem "Plättchen" an den Saiten zupfen. Sie greifen zum Laser. So schallen beim Laborkonzert Töne mit 40 Megahertz durch die Räume - immerhin 17 Oktaven höher als beim herkömmlichen Zupfinstrument. Nächste Woche treten die Gitarristen erstmals öffentlich bei einer Konferenz auf.

Den Bass dazu spielt das Universum. Die tiefsten Töne haben Forscher kürzlich mit dem Teleskop Chandra vernommen. Auf Röntgenaufnahmen zeigten interstellare Gaswolken charakteristische Ringstrukturen. Die Erklärung dafür: Kosmische Schallwellen. Das Brummen liegt 57 Oktaven unter der menschlichen Hörschwelle.