Winter, vorzeiten.

Wie unbezähmbar ist mein Verlangen nach deinen Händen, den hellen, im Halbschatten von wärmenden Flammen, vertraut mit Eichenscheiten und Rosenholz, mit dem Tod. Winter, vorzeiten.

In Scharen die Vögel, die nach Hirse suchten. Unversehens wurden sie zu Schneeflocken - wie unsere Wörter.

Von blasser Sonne fiel ein seraphischer Schein, nachher ein wenig Nebel. Und die Bäume und wir - jeder nurmehr ein Lufthauch von der Morgenfrühe.

Heinz Piontek Morgenwache Gedichte - Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Freiburg/Br. 2003 - 110 S., 10,- e