Danke, dass endlich gesagt wurde, was zu diesem Thema zu sagen ist. Bei der Analyse fehlt freilich das Moment der "versammelten Dummheit" der deutschen Verlagshäuser, der sich auch rororo offenbar verpflichtet fühlt.

Der Roman von Philip Roth Der menschliche Makel wird auf der Rückseite mit einem Louis-Begley-Zitat so beworben:

"Philip Roth ist schlicht und einfach der größte Romancier, der heute in englischer Sprache schreibt." Sic! Im Roman selbst fragt der Held auf Seite 217, ob das Englisch, das er spreche, nicht nuanciert genug sei. Aber der Verlag lässt den Text drumherum von Dirk van Gunsteren aus dem Amerikanischen übersetzen ...

Peter Steger Erlangen

Als Sprachwissenschaftler muss ich Ihnen widersprechen, wenn Sie behaupten, "das Amerikanische" sei "eine Sprache, die außerhalb Deutschlands niemand kennt". Longmans Dictionary of Contemporary English unterscheidet sehr wohl zwischen American English, Irish English, Canadian English, South African English, Australian English und einigen anderen Varianten (und zwar phonetisch und semantisch). Bis auf das kanadische und das südafrikanische Englisch folgt auch Pons' Großwörterbuch dieser Unterscheidung (es unterscheidet im Gegensatz zu Ihnen auch zwischen Deutsch, Österreichisch und Schweizerisch: Das "Näbbägrüüsch" [Nebengeräusch] gibt es in der Bedeutung "außereheliche Beziehung" im Deutschen nicht, aber im Schweizerischen).

Benjamin Wrightson, per E-Mail