Am 17. November vor fünf Jahren hätte die Stimmung an der Wall Street kaum besser sein können: Zum ersten Mal wurde die Aktie des frisch fusionierten DaimlerChrysler-Konzerns an der New Yorker Börse gehandelt. Doch für Fusionsschmied Jürgen Schrempp gibt es wenig Grund zu feiern. Die Chrysler Group kämpft mit Verlusten. Und jetzt meldet auch noch der japanische Ableger der "Welt AG", Mitsubishi Motors, an dem der Konzern 37 Prozent hält, schlechte Zahlen. Bei der Vorlage des Halbjahresberichts musste der von Schrempp nach Japan entsandte Sanierer Rolf Eckrodt eingestehen, dass das laufende Geschäftsjahr wohl mit Verlust abgeschlossen werde. Vor allem im Amerika-Geschäft hatten sich die Japaner verkalkuliert.

Einer allerdings kann den Jahrestag gelassen begehen. Schrempps Partner bei der "Hochzeit im Himmel", der Ex-Chrysler-Chef Bob Eaton. Der hatte sich beizeiten mit einer exorbitanten Abfindung auf seinen Landsitz verabschiedet.