Der Artikel beschreibt die Funktionsweise des Kapitalismus ungeheuer treffend: Der "Schuldenkapitalismus" kann nur überleben, "wenn immer neue Schulden gemacht werden". Unser "Wirtschaftssystem ... ähnelt deshalb einem Kettenbrief" - es ist "zum Wachstum verdammt" und wir zu "überbordendem Optimismus". Aus so viel Irrsinn zieht der Autor nicht etwa den Schluss, wir müssten uns schnellstens nach einem anderen Wirtschafts- und Geldsystem umschauen, sondern fordert dazu auf, die rosa Brille aufzusetzen, eine "Politik der guten Laune" zu betreiben, "Lust auf Schulden und einen Hang zum Luxus, zum Verprassen" zu entwickeln! Das ähnelt der Aufforderung an die Band auf der Titanic, doch lauter zu spielen, damit die hässlichen Geräusche des Eisbergs die Stimmung nicht trüben.

Volker Freystedt, Wörthsee

Glückwunsch zu Ihrem Mut, Wahrheiten über das Geld zu verkünden, die sonst nur unter angeblichen Verschwörungstheoretikern umlaufen.

Das Thema verdiente eine Weiterführung, die den vollständigen "Wahnsinn" unseres Geldsystems aufzeigt und in leicht verständlicher Form vermittelt, wer auf welche Weise den Gewinn daraus zieht und wer warum zwangsläufig zu den Verlierern gehört.

Egon W. Kreutzer Kühbach-Unterbernbach