Zugegeben: Tabakasche ist Dreck – übelriechend, schmutzig und stets bereit, sich beim leisesten Luftzug zu verstreuen. Aber sie bildet auch den Bestandteil eines gesellschaftlichen Rituals, das der Raucher unter Einschluss der Umsitzenden und, wie er hofft, auch mit deren Wohlwollen vollzieht. Wir müssen keine geschmacklosen Vergleiche mit dem Brauch der Feuerbestattung anstellen, um die Notwendigkeit eines gewissen Taktes zu erkennen. Was soll der Gast, der bei uns rauchen möchte, denken, wenn wir ihm einen Polystyrol-Klotz hinschieben wie dem Gebrechlichen die Bettpfanne? Nein, die Ansprüche an einen Aschenbecher sind nicht mit denen an einen Abfallkübel zu bemessen, sondern nach dem zu beurteilen, was wir sonst gern auf dem Tisch sehen. Es sei denn, wir wollen gar nicht, dass unser Gast raucht. In diesem Fall kommt nur beste Qualität in Betracht, beispielsweise das Modell "Smoke" von Arik Levy, das Ligne Roset vertreibt. Dessen formstrenge Gestaltung mit asketischer Statur und blitzblanker Oberfläche hält davon ab, das Kunstwerk durch Gebrauch zu entweihen.