Kinder mögen Plastik, weil es meist bunt ist und wenig wiegt. Irgendwann werden sie lernen, dass Dinge mit weniger Farbe und mehr Gewicht meist wertvoller sind. Damit das schneller geht, kann man ihnen einen Anker-Baukasten schenken. Dessen Bausteine sind aus Stein. Die Klötze werden einzeln von Hand vermessen und nach alter Tradition in schmucke Holzkisten gepackt. Sie riechen, wie der Hersteller verspricht, auch daheim noch "geheimnisvoll nach Leinöl". Ihre spielzeuguntypische Schwere macht kleinen Baumeistern die Verantwortung des Architekten bewusst und hemmt bei ganz kleinen zumindest das Bedürfnis, sie zu verschlucken. Der Wunsch, bleibende Werte zu schaffen, stellt sich bei diesem Material von selbst ein. Die Baukästen fördern ihn, indem sie nicht nur zum Häuschenbau, sondern auch zur Errichtung von Kirchen und Schlössern anleiten. Die Kreativität soll darunter nicht leiden. Wenn Sohnemann zur Vollendung des Turms von Babel noch ein Stützpfeiler fehlt, ist die Nachlieferung von Einzelteilen möglich. Der Turm mag dann trotzdem einstürzen, aber das Spielzeug hält viele Kindheiten lang.