Doch, es ist ein Sport; und es ist unverständlich, warum Menschen, denen Golfplätze zu groß sind, immer wieder genötigt werden, es zu beweisen: Das Bahnengolf, das bei Laien Minigolf heißt, stellt ebenso große Anforderungen an die Vorbereitung (Platzsichtung mehrere Tage vor dem Turnier) und an das Equipment. Doch während Großgolfer den jeweils passenden Schläger dabeihaben müssen, geht es hier vornehmlich um die Bälle. Mag der Sonntagsspieler sich mit dem Ramsch begnügen, den die Bahnbetreiber ausgeben. Kenner bringen ihre eigenen Bälle mit. Mehrere, versteht sich, denn der Wind kann wechseln, der Belag sich verziehen oder die Bahn durch irgendeine Laune der Natur Tücken aufweisen, die vom Konstrukteur niemals beabsichtigt waren. Minigolf-Rothe bietet darum Koffer an, in denen der Sportler – das Bahnengolf kennt keine Caddys – die 48 wichtigsten Bälle transportieren kann. Wer jemals gesehen hat, wie der eigene Ball in einer Mulde absoff, während der des nachfolgenden Vereinsspielers gleich einer Billardkugel so lange von Bande zu Bande sprang, bis das Loch seinen Weg kreuzte, kommt nicht mehr auf die Idee, derlei für teuren Schnickschnack zu halten. Beklagen müssen wir am genannten Modell nur das Fehlen der Beheizung, die etwa die Koffer der deutschen Nationalmannschaft besitzen. Es ist eine Zumutung für jeden Sportler, den temperaturempfindlichen Kunststoff von Hand erwärmen zu müssen.