Auch Herr Lau ist bei der Abschaffung der versicherungsfreien Beitragszeiten von "Akademikern" der Verschleierungsstrategie der rot-grünen Koalition aufgesessen. Die meisten Akademiker trifft es sowieso nicht, entweder sind sie gar nicht rentenversicherungspflichtig oder verdienen weit über der Beitragsbemessungsgrenze und haben sich für ihren Ruhestand zusätzlich anderweitig abgesichert. Da tun auch 55 Euro weniger gesetzliche Rente nicht weh.

Weh tut es aber denjenigen, die nach dem 17. Lebensjahr noch in Schulausbildung sind, weil kaum jemand den Hauptschul-, Realschul- oder Gymnasialabschluss vor dem 17. Lebensjahr schafft, oder denen, die noch mindestens drei Jahre berufsbildende Schulen oder Weiterbildung als Handwerker oder zur Meisterausbildung auf eigene Kosten besuchen.

Die rot-grüne Koalition will allen Jugendlichen sowie den Erwachsenen, die sich weiterbilden, die künftigen Rentenansprüche kürzen.

Wilhelm Egger, Dieburg

Einfach köstlich, wie Jörg Lau sich in seiner Satire als braver Stammtischler verkleidet, um jene Vorurteile gegenüber Akademikern vorzutragen, die dort gern kursieren. Alle promovierten, Taxi fahrenden Kunsthistoriker, kellnernden Philosophen und sonstigen Privilegierten werden beim Lesen wohl schallend gelacht haben.

Holger Zimmer, Mainz