Die Reise an die Grenze der Fantasie ist für viele von uns nur ein Kurzausflug. Manch frisch gebackenes Elternpaar macht sich indes gar nicht erst auf den Weg und benennt seinen Nachwuchs gleich nach Produkten, die es aus der Fernsehwerbung kennt. Chanel, Armani, Ikea, Porsche & Co werden derzeit in den Vereinigten Staaten als Vornamen immer beliebter, hat ein Forscher aus Nebraska herausgefunden. Nun denn.

Solange sich der Nachwuchs wohlentwickelt, dürfte das Ganze kein Problem sein. Aber, liebe amerikanische Eltern: Habt ihr schon mal über die Konsequenzen nachgedacht, wenn eure kleine Minolta so hässlich ist, dass gar niemand sie fotografieren mag? Wenn eure zarte Clearasil als Teenager von schwerer Akne gepeinigt wird oder Sohnemann Daimler mehrfach bei der Führerscheinprüfung versagt?

Sobald sich eure Brut nicht mehr im Sinne der Marketingabteilungen entwickelt, werden die Konzernbosse ihre Anwälte von der Kette lassen. Und das bedeutet in den USA unweigerlich: mehrere Milliarden Dollar an Schadensersatz zahlen und die lieben Kleinen umtaufen. Euer junger Daimler beispielsweise dürfte wegen seiner Schwierigkeiten mit der Straßenverkehrsordnung künftig bloß noch BMW heißen. Und das könnt ihr doch wohl wirklich nicht wollen. Oder?