Bundeskanzler Gerhard Schröder will im Zuge der von der Regierung geplanten "Innovationsoffensive" einen neuen "Innovationsrat" einrichten, dem etwa 10 bis 15 Wissenschaftler und Manager angehören sollen. Aufgabe des Gremiums soll es sein, Wege aufzuzeigen, wie Forschungsergebnisse wirkungsvoller und schneller in die wirtschaftliche Praxis umgesetzt werden können. Es geht allerdings nicht darum, über konkrete Projekte zu entscheiden.

Schröder selbst will den Vorsitz übernehmen. Das Berliner Kanzleramt plant den Innovationsrat kommenden März während der Cebit, der Messe für Informations- und Kommunikationstechnologie in Hannover, aus der Taufe zu heben. Einen solchen Rat zu kreieren ist indes noch keine echte Innovation - den Einfall hatte schon Helmut Kohl. Neu wäre allerdings, wenn das Gremium erkennbare Spuren in der praktischen Politik hinterlassen würde.