Frau Flock, der Tag, an dem sich für Sie alles änderte…

…war der Tag, an dem ich im Briefkasten meine fristlose Kündigung fand. Das war erst mal wie ein Schlag in den Magen: Warum spricht man nicht mit mir? Obwohl, der Brief kam nicht ganz unvorbereitet.

Wieso?

Ich war Assistentin der Geschäftleitung bei einem großen Venture-Capital-Unternehmen, und bei uns wurde ein ganzer Bereich mit dem Schwerpunkt Investment in IT-Unternehmen eingestellt. Die Investoren waren dabei, abzuspringen, und man beschloss, ein Signal zu setzen, es war dieser typische Aktionismus, der in solchen Situationen gerne gezeigt wird. Und man hatte sich gerade von meinem Chef getrennt. Der allerdings bekam einen Auflösungsvertrag mit Abfindung.

Sie hingegen?

Fristlose Kündigung, das heißt, die Bezüge werden von gestern auf heute eingestellt. Und auch das Arbeitsamt zahlt drei Monate lang nichts. Es könnte ja ein Verschulden vorliegen, oder es könnte ein arbeitsrechtlicher Prozess anstehen.

Zu dem kam es bei Ihnen dann auch?