Das Landstuhl Regional Medical Center ist de facto das Auffangbecken aller verwundeten US-Soldaten aus Afghanistan und dem Irak. Wenn Sie auf das Jahr 2003 zurückblicken, welcher Tag war für Sie besonders bedeutsam?

Ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Datum. Aber gleich nachdem der Krieg begonnen hatte, ereignete sich folgende Szene: Der Eingang zu unserem Gelände wurde von Bundeswehrsoldaten bewacht. Als die ersten Verletzten aus dem Irak in einem Transportwagen zu uns gebracht wurden, salutierten plötzlich die deutschen Soldaten. Das war ein ergreifender Moment für mich. Denn das bedeutete, dass einige unserer Jungs diesen Tag nicht überlebt hatten.

Was haben Sie dabei empfunden?

Das sind Momente, die man nicht beschreiben kann. Gänsehaut-Augenblicke. Ich war selbst einst an der Front und habe Soldaten versorgt. Aber verstehen Sie mich nicht falsch. Wir haben in Landstuhl auch lustige Tage erlebt.

Lustige Tage?

Erinnern Sie sich an den Bombenangriff auf das Hauptquartier der UN in Bagdad am 22. September? An diesem Tag kamen etwa 35 UN-Mitarbeiter nach Landstuhl. Ich weiß noch, wie ich mich wunderte, dass sie alle nach ihren Koffern fragten.

Warum denn?