Lassen Sie uns über Geld reden.

Das ist ein wichtiges Thema im Frauenfußball, weil es so ein großes Problem ist. Fehlende Sponsoren sind ja der Grund, warum sogar namhafte Frauenfußballmannschaften eingehen. Zum Beispiel der TSV Siegen, bei dem ich früher gespielt habe, oder davor Bergisch Gladbach. Einfach verschwunden. Wir müssen Firmen dazu bringen, den Frauenfußball zu unterstützen.

Viel mehr, als die Weltmeisterschaft zu gewinnen, können Sie dafür wohl nicht tun, oder?

Das ist natürlich ein toller Erfolg, und nun hat die Nationalmannschaft auch mit Katjes erstmals einen eigenen Sponsor gefunden. Aber das reicht nicht. Wichtig ist, dass das Geld auch in die unteren Klassen fließt, damit das Niveau der Bundesliga steigen kann. Jetzt ist es ja so, dass die Frauen meistens nur drei-, viermal in der Woche trainieren können, einfach deshalb, weil viele noch acht, neun Stunden am Tag arbeiten müssen.

Sie aber nicht, oder?

Ich bin eine von sechs DFB-Frauen, die in der Sportfördergruppe der Bundeswehr sind. Mein Dienstplan ist mein Trainingsplan.

Konnten Sie mit der WM Ihren Sold aufbessern?