Wann haben Sie gespürt, dass Ihre, Verzeihung, Gerhard Schröders Parteitagsrede gut ankommen würde?

Das war irgendwann im ersten Teil, als klar war, dass der Bundeskanzler mit der Einstiegspassage die Delegierten erreicht hatte.

Hatten Sie daran gezweifelt?

Nicht wirklich. Aber der Kanzler hatte sich entschieden, einen emotionalen, nachdenklichen Anfang zu wählen. Im Vorfeld hatten wir auch über die Alternative gesprochen: einen entschiedeneren, sachlichen Einstieg. Ich wusste, der Einstieg, für den er sich entschieden hatte, würde stark von seinem Auftritt, seiner Tagesform abhängen. Es hat sich gezeigt, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Wann fiel die Entscheidung?

Am Wochenende vor dem Parteitag. Als Schröder in Hannover den Entwurf der Rede bearbeitet hat, den wir, Mitarbeiter des Kanzleramtes und des Parteivorstandes, geliefert hatten.

Was hatte der Kanzler zu monieren?