Die italienische Kleinstadt im Trentino - auf halbem Wege zwischen dem Brenner und Verona gelegen - besitzt ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das Museo d'Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, kurz MART genannt, das sich zu besuchen lohnt. Das zweistöckige Gebäude aus hellem Vicenza-Stein und einer gläsernen Kuppel, vom Schweizer Architekten Mario Botta gebaut, beherbergt die wichtigste Sammlung des italienischen Futurismus. Aber nicht nur das. Bis April zeigt das Haus dazu seine Sonderausstellung Montagne. Berge in Kunst und Wissenschaft mit Schwerpunkt Malerei. Kurz: Unendlich viele Berge aus 500 Jahren in 400 Gemälden, Zeichnungen und Modellen, die nicht nur ein Seh-Vergnügen für Berg- und Naturfreunde bedeuten. Größen wie Albrecht Dürer und William Turner, Edvard Munch, Gerhard Richter und De Dragon (unser Foto) sind dabei, und es gibt viel zu entdecken. In einigen Bildern erblicken wir nicht nur Monumente stiller Größe, sondern erkennen in Felsmassiven und Höhenzügen die Symbolik von Ewigkeit und Beständigkeit, manchmal drängen sich auch Gefühle von Bedrohung und Angst auf, dann wieder kann der Betrachter mit dem Maler Paul Cezanne staunen: Schau dir dieses Gebirge an! Welcher Elan! So oder so erscheint die Beziehung zum Berg durch die Jahrhunderte gefühlsbetont. Je mehr wir allerdings in die Gegenwart rücken, desto mehr tritt die reine Wiedergabe der Natur in den Hintergrund und umso stärker drückt sich das Naturerlebnis aus.

Bis 18. 4. 04. MART, Museo d'Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, I-38068 Rovereto, Corso Bettini, 43, Tel. 0039-0464/43 88 87, www.mart.trento.it. Di, Mi, Do 10-18, Fr, Sa, So 10-21 Uhr, Eintritt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro