Sie wundern sich zu Recht. Zwar hat sich die Zahl der Menschen, die jährlich in Deutschland durchs Lotto zu Millionären werden, nach der Euro-Einführung etwa halbiert – im vergangenen Jahr waren es nur noch 128 –, aber sie liegt dennoch weit über der Zahl der Blitzopfer. Die werden akribisch vom Statistischen Bundesamt registriert und jährlich vermeldet, sogar aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht. Im Jahr 2001 wurden nur zwei Menschen tödlich vom Blitz getroffen, der Höchststand der letzten Jahre waren zehn Opfer im Jahr 1999.

Und was lernen wir daraus? Gar nichts natürlich. Solche Vergleiche sagen wenig aus. Die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns quer über die ganze Bevölkerung anzugeben macht wenig Sinn – wer nicht Lotto spielt, wird unabhängig von dieser Zahl wohl kaum etwas gewinnen. Und genauso ist es mit dem Blitzrisiko: Auch das sollte man nur in Abhängigkeit vom Verhalten betrachten. Wer sich an die auch in dieser Kolumne gegebenen einschlägigen Sicherheitstipps hält und weder Eichen noch Buchen sucht , bei Gewitter den Antennenstecker aus dem Fernseher zieht und nicht in offenen Gewässern badet , der darf sich ziemlich sicher fühlen. Christoph Drösser

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