Gerade haben Sie Ihr Diplom in Wirtschaftswissenschaften erhalten für eine Arbeit über Studiengebühren. Was haben Sie herausgefunden?

Studiengebühren sind notwendig. Bildung ist nicht nur ein öffentliches Gut, sondern auch ein privates und muss in einem entsprechenden Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. So bessert sich die Finanzlage der Hochschulen, und die Studierenden handeln effizienter.

Ihr Ergebnis verwundert nicht: Sie haben an der Privatuniversität Witten-Herdecke studiert und Studiengebühren bezahlt – das Gebührenmodell, das Sie bevorzugen, ist das aus Witten.

Ja, dieses Modell hat sich bewährt. Ich bin ziemlich zufrieden – ein Seminar besteht bei uns nicht aus einem Monolog des Dozenten, sondern ist ein Dialog.

Wie hoch sollen die Studiengebühren sein?

Bis zu 3000 Euro im Jahr – nach dem von mir entwickelten Modell können gute Universitäten mehr verlangen als schlechte. Wer Jura studiert, zahlt mehr als ein Philosophiestudent.

Schreckt Ihr Modell nicht begabte junge Menschen aus armen Elternhäusern ab?