Sie sind im Beirat des Fachverbandes Deutscher Sprachreiseveranstalter und prüfen die Qualität von Sprachschulen. Wie macht man das?

Wir schauen uns das Unterrichtsmaterial an, wir forschen nach, ob die Lehrer eine Ausbildung zum Fremdsprachenlehrer haben, wir sprechen mit den Studenten. Zudem schauen wir uns die Gastfamilien an. Wir haben bislang über 400 Sprachschulen in den USA, Großbritannien oder Malta inspiziert.

Vergeben Sie Noten?

Nein. Wenn etwas nicht ganz in Ordnung ist, versuche ich erst einmal, das an Ort und Stelle in Gesprächen zu regeln. Läuft etwas richtig schief, drängen wir die Veranstalter, die die betreffenden Schulen vermitteln, auf eine Korrektur der Missstände. Reicht das nicht aus, empfehlen wir der Verbandsleitung, die entsprechenden Mitglieder abzumahnen. So weit kommt es nur selten. In den letzten Jahren ist die Qualität deutlich gestiegen, die Reklamationsquote liegt bei einem Prozent.

Was macht einen guten Sprachkurs aus?

Wir haben im FDSV Qualitätsrichtlinien entworfen, so sollten beispielsweise mindestens 15 Unterrichtseinheiten pro Woche zu je 45 Minuten geboten werden. Eine Lerngruppe darf auf keinen Fall aus mehr als 15 Teilnehmern bestehen.

Was ist zurzeit besonders nachgefragt?