In ein paar Monaten beginnen in Athen die Olympischen Spiele, dann geht es wieder um Medaillen, aber eigentlich um viel mehr. Nämlich darum, "eine Lebensweise hervorzurufen, die (...) auf dem Respekt für fundamentale ethische Prinzipien beruht". So steht es in der Olympischen Charta.

Doch die großen Sportartikelkonzerne halten sich nicht an die großen Worte.

Das behaupten die Entwicklungsorganisationen Oxfam und Clean Clothes Campaign sowie der Gewerkschaftsverbund Global Unions. In ihrem gemeinsamen Report Play Fair at the Olympics erheben sie Vorwürfe gegen Unternehmen wie Puma, Asics oder Kappa. Zwar hatten die meisten Textilhersteller in den vergangenen Jahren die Einhaltung bestimmter Sozialstandards versprochen. Interviews mit 186 Textilarbeiterinnen in China, Indonesien, Thailand, Kambodscha, Bulgarien und der Türkei hätten aber ergeben, dass sich die Unternehmen oft nicht an die Regeln hielten, heißt es in dem Report. Arbeitszeiten von 18 Stunden am Tag und Bezahlung unter den jeweiligen gesetzlichen Mindestlöhnen seien an der Tagesordnung.