Puenktlich zum 1. Maerz ist das Gehaeuse der Technik fuer unsereins ein Stuecklein groesser geworden: Zulaessig sind in Deutschland nun Websites wie pünktlich.de, märz.de, gehäuse.de, für.de, stücklein.de, grösser.de und zulässig.de. Schön. Aber, halt: "grösser"? Was sich da auf "besser" reimt, ist doch nur geringfügig besser geworden, denn das zischende ß, das wir halbwegs vor der Rechtschreibdeform gerettet haben, es darf nicht ins Internet. Gemein! Die dafür von den Experten angeführten Gründe sind technokratischer Natur, können hier aus Platzgründen nicht wiedergegeben werden und wirken eher wie angefuehrte Gruende. Ansonsten haben es jetzt die nationalen Internet-Verwaltungen in der Hand, welche Extrazeichen sie zulassen, und es werden komplizierte dänische und kyrillische Buchstaben sein, jedenfalls in Dänemark und in Kyrillien, nur eben das ß, es wird ausgerechnet in seinem Herkunftsland und höchst skandalöserweise einem Regelwerk zum Fraße vorgeworfen, dessen Inhalt an dieser Stelle aus sich allmaehlich sogar verschaerfenden Platzgruenden noch immer nicht naeher ausgebreitet werden kann.

Hübsch wiederum, welche Browser und Mail-Programme auf die neue Lage eingestellt sind und welche nicht. Raten Sie mal, wer sich um seine Kunden am wenigsten gekümmert hat. Richtig! Man ist nicht umsonst Marktfuehrer. Viele Grüße nach Redmond! Gleich noch ein Rätsel: Welcher politische Prozess (früher: Prozeß) wird durch die neue Umlauterkeit beschleunigt? Auch richtig, es ist natürlich die Integration der Türkei in die EU.