Am 7. April jährt sich zum zehnten Mal der Beginn des Völkermords in Ruanda. Die UN, damals nicht imstande, den Mord an mehr als 800000 Menschen zu verhindern, werden den Gedenktag feierlich begehen. Alle werden sich einig sein, dass ein solches Verbrechen nie mehr geschehen darf. Mehr als 130 Staaten haben die Völkermord-Konvention von 1948 ratifiziert, die dazu verpflichtet, Genozide zu verhindern und zu ahnden. Auch im Bundestag erklingt das "Nie wieder" regelmäßig zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Trotzdem fehlt es nach wie vor an Konzepten und Instrumenten, um drohenden Genoziden rechtzeitig vorzubeugen.