Merkwürdig, die Güterabwägung im Mannesmann-Prozess: Da steht das "Interesse am Bestand ... der juristischen Person" (Aktiengesellschaft) gegen das "Interesse der Aktionäre an einem steigenden Kurs". Die Frage, was die Übernahme bedeutet in Bezug auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen, kommt offenbar niemandem der Beteiligten in den Sinn?

Frage an Herrn Ackermann (und seine Vorgänger): Was soll geschehen, wenn der Börsenkurs einer Aktiengesellschaft um eine Milliarde sinkt? Soll dann der Vorstand 30 Millionen draufzahlen? Das kann wohl nicht sein, unter solchen Voraussetzungen würde niemand mehr Vorstand eines großen Unternehmens werden wollen. Was aber bei Abwärtstrend nicht angeht, kann wohl auch bei Aufwärtstrend nicht als Argument herhalten.

Hermann Weigmann Geel, Belgien