Also die windigen Ungeheuer jetzt nicht nur auf dem Land, sondern auch noch im Meer. Der ökonomische und ökologische Unsinn wird fortgesetzt, trotz der inzwischen verbreiteten Erkenntnis, dass es bei der angeblich "ökologischen Alternative Windkraft" ausschließlich um "Kohle" für eine einflussreiche Lobby geht, allerdings zum Nachteil der Steuerzahler, der Stromkunden und der Natur.

Was mich im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion über Windenergieanlagen immer wieder ärgert, ist der Propagandatrick der begrifflichen Täuschung, leider auch in diesen beiden Artikeln. Mit dem Begriff "Park", neuerdings auch "Farm" und vor allem "Windmühle", wird dem "Produkt" Windkraftanlage ein gefälliges Etikett verpasst, dem der problematische Inhalt absolut nicht entspricht.

Hans-Eike Müller Grebbin/Mecklenburg

In ihrem Aufsatz kreieren Dirk Asendorf und Max Rauner eine neue "Grundregel der Physik", die für die geplanten Windkraftanlagen (WKA) in der Nordsee bei einer Verdoppelung der Windstärke "achtmal so viel Energie und entsprechende Einnahmen" verspricht. Eine solche Regel existiert nur in der Fantasie der Autoren.

Zwar führt eine Verdoppelung der Windgeschwindigkeit zu einer Verachtfachung der momentanen Leistung des Windes, da diese mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit anwächst, für die erzeugte Energie - und nur für diese fließen Subventionen - ist das aber bedeutungslos. Der von den Autoren beklagte drohende "Untergang der Windenergie" dürfte weniger durch die Trägheit der Genehmigungsbehörden und den Widerstand der Bevölkerung, sondern durch die mangelnde Wirtschaftlichkeit der Anlagen, ungelöste technische Probleme und die Hybris der WKA-Hersteller verursacht werden.

Prof. Dr.-Ing. Frank Dörrscheidt, Bad Driburg

"In 124 Meter Höhe haben wir auch an Land Offshore-Bedingungen" - so sprach Aloys Wobben von Enercon im Interview mit der ZEIT. Ahnen Sie, was auf Sie zukommt? Liebe Mitbürger südlich des Windwahnäquators, der sich von der westlichen Landesgrenze Nordrhein-Westfalens bis an die Ostgrenze von Brandenburg erstreckt, kommen Sie uns besuchen in Bremerhaven, wo die Stadtväter sich mit einer 180-Meter-Anlage am Stadtrand profilieren wollen als Offshore-Kompetenz-Centrum, dicht gefolgt von Cuxhaven, das sogar einen ganzen Windpark als "Offshore-Testanlage" errichten will. Fahren Sie über die A 1 und die A 27 nach Norden und sehen Sie sich an, was Norddeutschland angetan wurde. Die Küstenländer sind hinüber, am Rande des Harzes und in der Eifel dreht sich der Horizont, die besten Fleckchen Erde im Westerwald sind vergeben, die Weinberge in der Pfalz sind Objekt der Begierde, das Allgäu, die Alpen. Wenige sahnen ab - viele rotieren! Windkraftgegner aller Länder - vereinigt euch!