Im Flur der Akademie für moderne Künste sollen neue Gemälde aufgehängt werden.

Herr Wenigladen: "Das Blau einer ramifizierten Tomate ist einfach herrlich blau. Es muss unbedingt ganz ans rechte Ende des Ganges, direkt neben meine Bürotür."

Dr. Gamstein: "Beachten Sie jedoch, dass dieses Gemälde nicht mehr so wirkt, wenn ein benachbartes Gemälde auch Blau enthält. Man sollte deshalb weder das Porträt eines Spiegelbilds noch den Sonnenuntergang nach einer üppigen Mahlzeit direkt daneben hängen."

Frau Welsch: "Einen beeindruckenden Effekt kann man erzielen, wenn man den Traum Nr. 12 rechts neben den Sonnenuntergang nach einer üppigen Mahlzeit hängt; dann scheinen die Steinskulptur am rechten Rand des Sonnenuntergangs und das Wesen am linken Rand des Traums ein Ganzes zu bilden."

Dr. Gamstein: "Der störende Elch muss ganz an das linke Ende, direkt neben die Eingangstür; so werden zukünftige Besucher gleich vom ersten Gemälde aus ihren Gedanken gerissen."

Herr Wenigladen: "Und um den Besuchern das Verstehen der Werke zu erleichtern, sollte man die Gemälde so aufhängen, dass man, wenn man links von der Eingangstür kommt, den erotischen Kochtopf vor dem Traum Nr. 12 sieht."

Professor Drehmansen: "Beachten Sie bitte, dass der erotische Kochtopf das Bindeglied zwischen dem Porträt eines Spiegelbilds und dem Traum Nr. 12 bildet. Er sollte deshalb direkt zwischen den letztgenannten Gemälden hängen."