Die Situation: Der Trabant ist wegen seiner Kunststoffkarosserie oft verspottet worden. Dass eine leichtere Karosserie viel Sprit sparen kann, ist aber bei allen Autoherstellern unumstritten.

Das Ziel: leichtere und sicherere Karosserieteile.

Der Beitrag der Nanotechnik: Kunststoffe lassen sich durch Nanoplättchen aus Silikaten verstärken. Dieses Prinzip findet sich auch in der Natur, im Perlmutt. Hier werden Kalkplättchen durch einen „Mörtel“ aus Proteinen zusammengehalten. Seine Härte bekommt das Material, wenn der Kalk weniger als 30 Nanometer stark ist. Nach diesem Prinzip gebildete „Nanokomposite“ sind nicht nur härter als herkömmliche Kunststoffe, sondern auch deutlich schlechter entflammbar.

Mischt man in den Kunststoff einer Benzinleitung oder eines Tanks elektrisch leitende Kohlenstoffröhrchen – „Nanotubes“ –, können sie Kriechströme ableiten, die sich sonst womöglich in einem Funken entladen. Das erhöht die Sicherheit. Außerdem lassen sich auf diese Weise auch Kunststoffe mit dem Electrostatic-Painting-Verfahren lackieren. Das funktionierte bislang nur bei leitendem Karosserieblech, an dem elektrisch aufgeladene Farbtropfen haften bleiben und daher keine Schlieren bilden.

Status: Forschung und Entwicklung (zum Beispiel bei BMW, DaimlerChrysler, Opel, VW).