Bund und Berlin haben also Hals über Kopf beschlossen, reinen Tisch zu machen. Der Vertrag mit dem Architekten Peter Zumthor wird aufgehoben, es wird von vorne angefangen. Die Entscheidung zum Abbruch ist nach dem endlosen Hin und Her verständlich. Ist sie aber auch informiert, was die Tücken der Sache angeht?
Selbstverständlich wird es kein Problem sein, einen neuen Wettbewerb zu starten. Je nach Verfahren wird jedes renommierte Büro teilnehmen, das man auffordert, oder es wird sich die gesamte mehr oder minder arbeitslose Architektenschaft dieser Krisenjahre daran beteiligen. Nur ist die Frage, ob sie wissen werden, wissen können, was sie entwerfen sollen. Denn mit dem bloßen Neuanfang ist es nicht getan. Es gibt keinen Punkt null, wie es ihn auch 1993, beim Start des ersten Verfahrens, nicht gegeben hat. Schon vom Geländezustand her gibt es ihn nicht.