Im kollektiven Gedächtnis von Franzosen und Briten hat der Erste Weltkrieg – "La Grande Guerre" oder "The Great War", wie sie ihn nennen – seit jeher eine größere Rolle gespielt als der Zweite Weltkrieg. Anders in Deutschland: Hier war die Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust, der in seinem Schatten exekutiert wurde, so dominant, dass die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg darüber eher verblasst ist. Deshalb überrascht es ein wenig, dass nun, 90 Jahre nach dem unheilschwangeren Traumsommer von 1914, mit vielen Büchern (siehe Aktuelle Bibliografie ) und einer Ausstellung in Berlin auch hierzulande wieder an die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" (George F. Kennan) erinnert wird.
Kriegsverbrechen: Krieg der Worte, Kampf der Bilder
Zwei Dubliner Historiker sorgen endlich für Klarheit über die deutschen Kriegsverbrechen in Belgien 1914