Mangelndes Innovationsmanagement kostet deutsche Unternehmen rund 40 Milliarden Euro pro Jahr. Das fand die Unternehmensberatung A. T. Kearney heraus. Strategien, Organisation und ablaufende Prozesse seien oftmals unzureichend, obwohl bis zu 80 Prozent aller späteren Herstellungskosten eines Produktes bereits in der Entwicklungsphase definiert würden. Die Folge: Das schlechte Management mindert die Chancen, diese Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Einer ähnlichen Verschwendung kam der Münchner Betriebswirtschaftsprofessor Manfred Gröger auf die Spur. Er befragte vier Jahre lang fast 1000 Führungskräfte nach ihren Erfahrungen mit dem Projektmanagement in deutschen Unternehmen und Verwaltungen. Fast 20 Prozent gaben an, dass die Innovationsvorhaben reine Alibifunktion gehabt hätten.

Wegen ineffizienter Abläufe hatte fast 90 Prozent der Projektarbeit sogar eine Wertvernichtung zur Folge. Den Schaden schätzt Gröger auf 120 Milliarden Euro jährlich.