Der Sammlerwert einer Briefmarke sinkt sicherlich rapide, wenn ein Zacken oder gar mehrere fehlen – mit der Gültigkeit hat das aber nichts zu tun. Anders als bei Geldscheinen, bei denen es ein klares Kriterium gibt (mehr als die Hälfte muss noch übrig sein), haben die Post-Mitarbeiter bei Briefmarken einen gewissen Ermessensspielraum. "Wenn die Marke noch hinreichend erkennbar ist, auch in Bezug auf ihren Nennwert, wird die Sendung befördert", sagt Dirk Klasen von der Pressestelle der Deutschen Post.

Keinen Spaß versteht die Post dagegen, wenn der Kunde eine schon einmal benutzte Marke noch einmal verwendet – auch wenn sie nicht abgestempelt ist. Briefmarken (amtlich: Postwertzeichen) sind "Gebührenquittungen für Postdienstleistungen", herausgegeben vom Bundesfinanzminister. Deshalb ist die Fälschung dieser hoheitlichen Dokumente auch ganz besonders strafbar. Christoph Drösser

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