Die gute Nachricht zuerst: Joe-Public, der britische Otto Normalverbraucher, hat es heute in mancher Hinsicht besser als vor zehn Jahren. Die Labour-Regierung hat ihm eine höhere Lebenserwartung beschert, ihn gesünder gemacht und die Wahrscheinlichkeit gemindert, dass er einem Verbrechen zum Opfer fällt.

Nun die schlechte Nachricht: Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich unter Labour vergrößert. Die Reichen wurden reicher, die Armen ärmer. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des regierungsnahen Institute of Puclik Policy Research (IPPR). Großbritannien ist immer noch alles andere als eine faire Gesellschaft, schreibt der Autor Nick Pearce. Den Lebensstandard der Menschen bestimme im Großen und Ganzen der soziale Hintergrund ihrer Eltern und ihre ethnische Herkunft.

Die oberste Einkommensschicht Großbritanniens, ein Prozent der Bevölkerung, verdient 13 Prozent des Gesamteinkommens. Vor zehn Jahren waren es 6 Prozent.

Dagegen leben 23 Prozent der Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Und die Einkommensschwachen fallen am ehesten Verbrechen zum Opfer. 5 Prozent derer, die weniger als 5000 Pfund im Jahr verdienen, wurden vergangenes Jahr ausgeraubt. Bei denen, die mehr als 30 000 Pfund bekommen, lag der Anteil bei 2,7 Prozent.