Eremiten auf der Couch, so stellt man sich Doktoranden bildlich vor: isoliert im wissenschaftlichen Einzelkampf, geistig blockiert, seelisch bankrott. Da hilft keine Pille, sondern der Promotionsratgeber. Nüchtern und praktisch führt er verwirrte Akademiker auf die Zielgerade, damit das Dissertationsvorhaben auch wirklich gelingt. Dabei informiert er anschaulich über das deutsche Wissenschaftssystem und schätzt Berufsaussichten und Einsatzgebiete für Promovierende klar ein. Organisatorische Fragen wie das richtige Zeitmanagement, Stipendien und Fördermöglichkeiten inklusive Adressen und Themenschwerpunkte werden präzise beantwortet. Der Promotionsratgeber warnt auch vor den häufigen Fehlerquellen wissenschaftlichen Arbeitens und erweist sich damit als wichtige Stütze für den wissenschaftlichen Nachwuchs - selbst wenn das Projekt nicht Promotion, sondern nur Examen heißt.

Andreas Preißner/Stefan Engel:

Promotionsratgeber

Oldenbourg Verlag - 300 S., 24,80 e