DIE ZEIT: Herr Teyssen, beunruhigt Sie der hohe Ölpreis?

Johannes Teyssen: Und ob. Zumal wir uns wohl daran gewöhnen müssen, dass Öl dauerhaft teurer bleibt, als wir das über viele Jahre gewohnt waren. Allein deswegen, weil Entwicklungsregionen wie China und Indien mehr Öl nachfragen.

ZEIT: Schlecht für die Autofahrer; auch für die Stromkunden?

Te yssen: Der Gaspreis wird dem Ölpreis folgen, und das wird auch den Strom teurer machen. Ich fürchte, dass unsere Kunden die drohenden Preisschübe irgendwann nicht mehr hinnehmen werden.

ZEIT: Die Kundschaft hat doch gar keine Wahl.

Teyssen: Die privaten Haushalte haben durchaus die Wahl zwischen verschiedenen Versorgern. Letztlich werden aber alle Anbieter die gestiegenen Kosten weitergeben, und die Kunden müssen die höheren Preise bezahlen, da haben Sie Recht.

ZEIT: Wirtschaftsminister Wolfgang Clement erwartet, dass die Strompreise sinken, wenn vom kommenden Jahr an die Regulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt ihre Arbeit aufnimmt.