DIE ZEIT: Herr Magath, ich wollte eigentlich mit Leuten in Ihrer Heimatstadt Aschaffenburg reden. In der Hoffnung, etwas zu erfahren, das über das hinausgeht, was sowieso schon alle über Sie wissen.

Felix Magath: Da gibt’s nix. Reden Sie am besten mit mir. Dann erfahren Sie am meisten.

ZEIT: Na gut.

Magath: Ich sehe keinen Grund, mich zu verstellen. Ich bin normal. Meine Ambitionen sind ehrenvoll, denke ich. Ich habe Glück gehabt, viel Glück gehabt in meinem Leben.

ZEIT: In Zeitungsartikeln über Sie taucht immer dieser Nebensatz auf: "…der Sohn eines amerikanischen Besatzungssoldaten."

Magath: Dass mein Vater und meine Mutter aus unterschiedlichen Kulturen kommen und nie zusammengelebt haben, das hat sicher einen Einfluss gehabt auf meine Persönlichkeit.

ZEIT: Ihr Vater ging nach Puerto Rico zurück, als Sie ein Kleinkind waren, 1954 war das.