Der Schwabe an sich ist ein Mensch von großem Gleichmut und einer gewissen Großzügigkeit. Nur so ist es zu erklären, dass Schwaben diesem Land so viel schenkten - den ersten Bausparvertrag, den ersten Bundespräsidenten, die ersten Maultaschen - und sich mit so wenig Dank begnügten: Das Etikett Häuslebauer wird man nicht los, den Namen des ersten Präsidenten haben viele vergessen, und Maultaschen, sind das nicht diese großen Ravioli, die es in der Kantine immer mit Tomatensoße gibt? Bah! Schwaben sind schlau (Fischer-Dübel), heimatverbunden (Fischer-Chöre) und erfolgreich (Klinsi macht uns demnägscht zum Weltmeister). Dafür müssen sie ertragen, wie der Rest der Republik über die Spätzle-Connection herzieht. Alles Neider. Hat schon mal jemand über die Buletten-Bande geschimpft? Oder die Labskaus-Luder?

Äben.

Wahrscheinlich ist Spätzle-Connection ein Schimpfwort, weil Nichtschwaben dieses Überlebensmittel nur aus der Packung kennen. Hier also ein weiterer Beweis schwäbischer Großzügigkeit - ein Schbätzle-Rezept: Für vier Portionen verrührt man 300 Gramm Mehl, 3 bis 4 Eier, etwas Wasser und Salz zu einem zähflüssigen Teig. Mit der Schbätzlespress in sprudelndes Wasser drücken, aufkochen. Etwas kaltes Wasser in den Topf, aufkochen. Schbätzle abschöpfen, abschrecken. Färdigg.