Der härteste Widerstand gegen die US-Truppen seit dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen am 1. Mai 2003 kam aus dem so genannten sunnitischen Dreieck. Die Städte Falludschah, Ramadi, Tikrit und Samarra sind Hochburgen irakischer Rebellen und ausländischer Terroristen. Der Besatzungsmacht ist es nie wirklich gelungen, diese Gegend unter Kontrolle zu bringen. Die neue irakische Regierung, die seit dem 30. Juni im Amt ist, hat mit denselben Problemen zu kämpfen. Sie konnte ihre Autorität im sunnitischen Dreieck bisher nicht durchsetzen. Hinzu kommt jetzt ein Aufstand im mehrheitlich von Schiiten bewohnten Süden des Landes. Seit Tagen gibt es erbitterte Zusammenstöße zwischen US-Soldaten und der so genannten Mahdi-Armee, die auf das Kommando des schiitischen radikalen Geistlichen Mokhtada al-Sadr hört.

Kämpfe sind auch in den Städten Basra und Kerbala aufgeflammt.