Als Teenager schnell zugenommen hat der größte Raubsaurier aller Zeiten, Tyrannosaurus rex. Zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr legte er täglich 2,1 Kilogramm zu – bis er mit etwa 20 Jahren und über fünf Tonnen Gewicht ausgewachsen war. Das berichtet Gregory Erickson von der Florida State University in Tallahassee, der zum ersten Mal das Wachstum der Spezies T. rex rekonstruiert hat (Nature, Bd. 430, S. 772). Bisher war nicht klar, ob Tyrannosaurus langsam wuchs (und damit sehr alt werden musste) oder schnell in die Höhe schoss. Um das zu klären, zählte Erickson unter dem Mikroskop die "Jahresringe", die in kleinen Saurierknochen, zum Beispiel in den Rippen, zu erkennen sind. Zugleich leitete er aus dem Umfang des Oberschenkelknochens das jeweilige Gesamtgewicht ab. Ergebnis: T. rex wuchs zwar rasant, wurde aber nicht sehr alt. Keiner der untersuchten Saurier hatte länger als 28 Jahre gelebt.

Licht, aber keine Hitze lässt ein neuartiges Glas passieren, dass Troy Manning vom University College London entwickelt hat (Journal of Materials Chemistry, Bd . 14). Normalerweise schlucken getönte Scheiben sehr viel Licht. Doch mit Hilfe des neuen Materials ließen sich Autos und verglaste Gebäude kühl halten, ohne dass es darin düster werden muss. Möglich macht das eine Schicht, die aus Vanadiumdioxid und etwas Wolfram besteht. Wird das Glas damit überzogen, reagiert es bei Temperaturen über 29 Grad Celsius wie ein Metall und reflektiert die wärmende Infrarotstrahlung. Das Spezialglas könnte laut Manning leicht industriell hergestellt werden. Nur die Farbe will der Wissenschaftler noch verändern: Der bisherige Gelbgrün-Ton ist nicht jedermanns Sache.

Schon vor der Geburt wird das Schicksal junger Zebrafinken bestimmt: Ihre spätere Lebensdauer und ihre Fruchtbarkeit hängen vom Ernährungszustand der Mutter ab. Das hat Helen Gorman von der University of Glasgow anhand zweier Gruppen von Zebrafinken nachgewiesen. Während die eine normal ernährt wurde, bekam die andere zusätzliche Proteine. Erstaunlicher Langzeiteffekt: Die Nachkommen der besser genährten Weibchen legten später fast doppelt so viele Eier wie die Jungen der eiweißarm ernährten Vögel (Proc. of the Royal Society of London, online).