Das Hubble-Weltraumteleskop hat dieses seltene Bild einer riesigen kosmischen "Blase" aufgenommen. Sie befindet sich in der Großen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße, und hat einen Durchmesser von 35 Lichtjahren. Die Blase entsteht dadurch, dass ein "Sternenwind", der mit einer Geschwindigkeit von sieben Millionen Kilometern pro Stunde von einem heißen Stern ausgesandt wird, auf kalte Gasmassen trifft und diese nach außen schiebt.

Seit dem 3. August sind die Fähigkeiten des Teleskops, das seit 14 Jahren Dienst tut, allerdings eingeschränkt. An diesem Tag fiel ein wichtiges Beobachtungsinstrument aus, weil das Netzteil versagte. Damit verschärft sich die ohnehin schwierige Situation des Weltraumteleskops: Weil die Nasa aus Sicherheitsgründen alle bemannten Hubble-Flüge abgesagt hat, wird das Auge im All spätestens 2007 den Geist aufgeben. Pläne für eine Roboter-Reparaturmission werden zwar geprüft, aber entgegen anders lautenden Presseberichten ist eine solche Mission noch nicht beschlossene Sache. Nasa-Chef Sean O’Keefe hielt zwar eine flammende Rede für die Hubble-Rettung – doch die dafür erforderlichen etwa 1,6 Milliarden Dollar hat er noch nicht.