Ökologische Bedenken wären garantiert, würde der Panamakanal heute gebaut. Schließlich verknüpft ein solches Riesenprojekt plötzlich Gewässer, die in getrennter Evolution ihre eigene Tierwelt entwickeln konnten. Durchdringen sich beide, dann breiten sich starke Arten aus, etliche schwache aber würden untergehen, lautet die klassische Lehrmeinung. Irrtum. Biologen berichten in den Proceedings B (online) der Royal Society über einen Vergleich historischer Bestandsaufnahmen vor dem Bau des Kanals mit neuen Artenzählungen. Zu ihrer Verblüffung hat die 1914 erfolgte Verbindung von Rio Chagres und Rio Grande in beiden Flüssen die Artenvielfalt erhöht. Keine Spezies ist ausgestorben.

Dem Alkohol sind ältere Ratten nicht besonders zugetan. Erst als Norman E. Spear von der Binghampton-Universität im US-Bundesstaat New York den Testelixieren ordentlich Süßstoff beimischte, nippten die Tiere an den Likören. Anders dagegen junge Ratten. Wie der Psychologe in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts Alcoholism: Clinical & Experimental Research berichtet, behagte Halbwüchsigen ohne Trinkerfahrung sogar ungesüßt Alkoholisches in dreimal höheren Konzentrationen, als die verlockten Erwachsenen schließlich schlürften. Beim Menschen ist dies offensichtlich umgekehrt. Um Jugendlichen die Dröhnung mit Hochprozentigem schmackhaft zu machen, mischen die Hersteller von Alkopops tüchtig Süßes bei, um den – für Unerfahrene widerlichen – Alkoholgeschmack zu überdecken.

Migräneattacken werden dank Ausdauersport seltener und weniger intensiv, erklärt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Kopfschmerz-News. Sie beruft sich auf Untersuchungen türkischer Neurologen an der Universitätsklinik von Erciyes, die Migränepatienten ihre vorbeugenden Medikamente absetzen ließ und ihnen dreimal wöchentlich eine halbe Stunde Aerobic-Übungen verschrieb. Bereits nach sechs Wochen hatten sich Zahl und Dauer der Migräneattacken halbiert, die Schmerzintensität war um ein Drittel gesunken. Ferner hatte sich der Gehalt des körpereigenen Schmerzhemmers Beta-Endorphin im Blut der Studienteilnehmer im Durchschnitt verdreifacht. Zu ihrer Enttäuschung fanden die Forscher im Einzelfall keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Endorphinanstieg und Besserung der Migräne.

Mottenschäden in Wäldern und der langjährige Zyklus von Sonnenflecken korrelieren miteinander. Das fanden norwegische Forscher aufgrund von Motten-, Wald- und Sonnendaten seit 1972. Sinkt die Zahl der Flecken auf der Sonne, dann kriegt der Wald vermehrt die Motten. Des Rätsels Lösung: In fleckenarmen Jahren steigt die Ultraviolettstrahlung der Sonne. Gegen deren schädigende Effekte schützen sich die Bäume durch vermehrte Bildung von Pigmenten. Dieser Sonnenschutz mindert jedoch den Insektenschutz, den Bäume mittels anderer, fraßhemmender Substanzen aufbauen. Merke: Lacht die Sonne fleckenfrei, lockt der Wald die Motten bei.