Sie sind ein "Zipfelstürmer". Wie kommt man zu dem ehrenhaften Titel?

Das wird man, wenn man innerhalb von vier Jahren alle Zipfelstädte besucht hat. Also die vier Kommunen in den äußersten Winkeln von Deutschland, die sich zum "Zipfelpakt" zusammengeschlossen haben: Oberstdorf im Süden, Selfkant im Westen, List auf Sylt im Norden und Görlitz im Osten.

Wie haben Sie von diesem Projekt erfahren?

Ich war auf einem Treffen aller Bürgermeister der kreisfreien Städte Ostdeutschlands in Görlitz. Da wurde uns der Pakt vorgestellt. Wir bekamen gleich einen Zipfelpass mit dem ersten Stempel ausgehändigt. Ich habe das als Herausforderung angesehen und beschlossen, nach dem Ende meiner Amtszeit alle Zipfelstädte kennen zu lernen.

Wie sieht er denn aus, der Zipfelpass?

Genauso wie ein deutscher Reisepass. Das gleiche Format, bordeauxrot. Vorne drauf steht Europäische Union, Bundesrepublik Deutschland. Darunter die von der Nato bekannte Windrose mit den vier Himmelsrichtungen, und ganz unten: Zipfelpass. In jeder Kommune, die man besucht, bekommt man einen entsprechenden Stempel in den Pass gedrückt. Ich habe mir für die Tour gut zwei Jahre Zeit gelassen. Aber es gibt auch Leute, die haben die Städte in einem Monat abgeklappert.

Wo gefiel es Ihnen am besten?