Die besten Ideen zum Fordern und Fördern kommen immer noch aus Amerika. Zum Beispiel von Michael Bloomberg. Der umtriebige New Yorker Bürgermeister, der mit den tiefroten Zahlen seines städtischen Budgets kämpft, will bis zum Jahr 2009 die Zahl der Obdachlosen auf New Yorks Straßen erheblich verringern.

Statt 38 000 sollen es dann nur noch 13 000 zerlumpte Gestalten sein, die das in den vergangenen Jahren an vielen Stellen aufgehübschte Bild der Metropole stören.

Besonders einleuchtend, nachgerade genial, erscheint ein Teil des Bloomberg-Plans: Übernachtungsgebühren. Wenn der Eintritt in die Obdachlosenheime erst etwas kostet, bleibt das Gesindel weg. Dann verschwindet es, löst sich in Luft auf. Denkt der Bürgermeister. Und nebenbei kann die Stadtverwaltung an der Bordsteinkante mächtig Kaufkraft abschöpfen.

Was wiederum dem Etat hilft.

Wir erinnern uns dabei auch gern an das Programm Ein Busticket nach vorn.

Wie die Denver Post vor ein paar Monaten ans Tageslicht brachte, hatten zwei Landkreise in Minnesota jahrelang kostenlose Fahrscheine an ihre Obdachlosen verteilt - für lange, lange Busfahrten. Die beförderten die Armen dann ganz weit weg, zum Beispiel nach Illinois und Colorado, mitten hinein in deren Obdachlosenheime. Rückfahrscheine gab es nämlich keine.